«Da sagte Elia zum ganzen Volk: Kommt näher zu mir! Das Volk trat zu ihm, und Elia stellte den Altar des HERRN wieder her, der in Trümmern lag.»
1. Könige 18,30
Es ist Zeit. Heute. Wofür? Den Altar wiederherzustellen.
Heute, nach dem Opfer Jesu, müssen wir keinen physischen Altar bauen und keine Tiere darbringen oder opfern. Denn WIR sind der Altar, und unsere Opfergabe ist unsere Anbetung, unser Gehorsam. Wusstest du, dass du Gott jedes Mal anbetest, wenn du dich entscheidest, ihm zu gehorchen? So einfach deine Handlung auch sein mag: Alles, was du tust und womit du Gott über alles stellst, ist ein Akt der Anbetung und wird vom Vater gesehen.
Ja, genau das, was du gerade denkst: Singen, loben, tanzen und musizieren sind nur einige der Formen, in denen wir unsere Anbetung Gottes ausdrücken. Wir dürfen sie nicht darauf beschränken. Wir wissen, dass Lobpreis durch Lieder und Tänze IN DER HAND EINES WAHREN ANBETENDEN eine mächtige Waffe ist, die Ketten sprengt, heilt, befreit und Gottes Gegenwart bringt. Aber wer ist ein wahrer Anbetender? Wer im Geist und in der Wahrheit anbetet! Was bedeutet das? Ein Mensch, der gehorcht. Der sich vor Gott demütigt. Der liebt, was Gott liebt, und danach strebt, zu hassen, was Gott hasst.
Wenn du ein Mensch sein möchtest, den der Vater als Anbetenden sucht und der im Geist und in der Wahrheit anbetet, bitte den Heiligen Geist, dir zu zeigen, was in deinem Leben einen Altar für einen anderen Gott darstellen könnte. Eine Beziehung, eine Abhängigkeit, ein Wunsch, nicht bekannte Sünden, Schuld, ein Trauma, ein Traum, die Vergangenheit, die Zukunft oder sogar der Dienst für Gott, wenn er aus dem falschen Beweggrund, zur falschen Zeit oder auf die falsche Weise geschieht – anders, als Gott dich gebeten hat. All diese und weitere Dinge können zu Götzen werden. Wenn diese Götzen verehrt werden, entstehen oder festigen sich Altäre. Als Kinder und Dienende können wir nicht mehr selbst bestimmen, was wir wann und wie tun. Wir müssen Gottes Stimme hören.
«Erbarme dich!», könntest du sagen. Doch genau darum geht es: Du solltest tatsächlich erschrecken. Denn es ist möglich, gerettet und ein Kind Gottes zu sein und ihm dennoch keine reine Anbetung zu geben, weil der Altar verdorben, beeinträchtigt, entstellt oder zerstört ist. In dem Mass, in dem andere Dinge verehrt werden, wird der Altar für Gott – dein Leben in Gott – beeinträchtigt.
Es ist Zeit für Wiederherstellung, Wiederaufbau und Veränderung: für echte Umkehr. Zeit, auf die Knie zu gehen und zu rufen: «Heiliger Geist, hilf mir, jeden Altar für einen anderen Gott in mir zu erkennen. Denn Jesus allein ist mein Herr, und nur ihm will ich meine Anbetung geben.» Gott hat ein besonderes Interesse an zerbrochenen Herzen. Darum komm zu ihm, ganz gleich, wie viele Altäre es gibt. Er allein kann dir helfen und seine Kraft ausgiessen, damit du – ja, genau DU – die heidnischen Altäre in deinem Herzen zerstörst. Das erfordert deine Mitarbeit und deinen Einsatz. Stelle dir ganz konkret vor, wie du einen Altar zerbrichst, der einem anderen Gott als YHWH gebaut wurde. Stelle dann mit der Hilfe des Heiligen Geistes deinen Altar der Anbetung und Hingabe an Gott wieder her. Bekenne, dass du mit Geist, Seele und Körper ihm gehörst und dich von Gottes Geist führen lässt, sodass deine himmlische Kindschaft sichtbar wird.
Wenn der Altar wiederhergestellt ist, BETE AN. Lobe ihn, rufe seine Gegenwart und bitte ihn, jeden leeren Raum deines Wesens mit seiner Herrlichkeit zu füllen. Manchmal wünschen wir uns Gottes Herrlichkeit so sehr, nicht wahr? Doch ohne einen wiederhergestellten Altar kommt die Herrlichkeit nicht; die Gegenwart schwindet und hinterlässt Leere. Stelle dein Leben heute, jetzt, zu den Füssen Jesu wieder her.
Pastorin Andressa Baumgartner




