«Bete niemals einen anderen Gott an, denn der HERR, dessen Name Eiferer ist, ist tatsächlich ein eifersüchtiger Gott.»
2. Mose 34,14
Wenn wir zu einem Konzert oder einer Aufführung gehen, sitzen wir da und sehen zu, was auf der Bühne geschieht. In diesem Moment richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf das, was dort im Mittelpunkt steht.
Heute frage ich dich – beantworte es für dich selbst: Wer steht auf der Bühne deines Lebens? Wen ehrst du in deinem Inneren, indem du ihm deine ganze Aufmerksamkeit schenkst? Womit verbringst du deine freien Minuten oder Stunden am häufigsten? Hast du ein Hobby oder eine Abhängigkeit?
Es gibt Momente, in denen wir die Bühne einfach leer räumen müssen. Alles entfernen. Alles. Alles, was uns ablenkt, unsere Aufmerksamkeit bindet und mehr Zeit beansprucht, als es sollte.
Wenn etwas ständig auf der Bühne unseres Lebens steht und wir dasitzen und es betrachten – mit oder ohne Bewunderung, aber in dieser Haltung des Betrachtens –, dann verehren wir es. Wie ist das gemeint? Vielleicht hast du dich daran gewöhnt, das Wort «verehren» sofort mit Gott zu verbinden. Doch das muss nicht so sein. Es ist möglich, dass du etwas anderes verehrst: zum Beispiel Freundschaften, soziale Medien, Filme, Serien, Bücher, Spiele, Probleme am Arbeitsplatz, die Meinung anderer Menschen, Geld oder den Schmerz …
Moment mal! Wie bitte: den Schmerz? Ja. Wir verehren den Schmerz, wenn wir in Selbstmitleid verharren, bitter bleiben, nicht vergeben, krank bleiben wollen, um Aufmerksamkeit zu erhalten, oder Probleme höher schätzen als den, der sie lösen kann. Wir verehren den Schmerz, wenn wir uns mit anderen vergleichen und minderwertig fühlen, wenn wir die Etiketten annehmen, die Menschen oder der Teufel uns aufkleben, und sie in unseren Gedanken und Gefühlen weiter festhalten, als wären sie wahr.
Du verehrst Freundschaften oder Beziehungen, wenn die Meinung oder die Anwesenheit dieser Menschen wichtiger wird als Gott selbst. Sogar die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen kann dir kostbare Momente in Gottes Gegenwart oder mit Menschen rauben, die heute um dich sind. Und selbst wenn niemand an deiner Seite ist: Der Tröster, der Helfer, der Heilige Geist ist da. Er kennt dich, ist wirklich und steht dir zur Verfügung.
Und die Verehrung des Gottes Mammon, des Geldes? «Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen ergeben sein und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen.» – Matthäus 6,24. «Aber ich bete doch nur Gott, den Schöpfer, an. Damit hast du mich nicht erwischt!», könntest du denken. Wirklich? Hier sind einige Situationen, in denen Geld verehrt wird und über die sich der Teufel freut:
– Ständig wegen Geld in Sorge sein: wenn es dir den Schlaf oder den Frieden raubt, du dich nicht entspannen kannst oder wegen finanzieller Probleme, Schulden und Ähnlichem krank wirst;
– Übermässig traurig sein, weil du etwas nicht kaufen kannst;
– Mit Familienangehörigen wegen Geld streiten: wenn ein gesundes Gespräch zur Lösungssuche nicht möglich ist und sich die Gemüter bis zur Respektlosigkeit erhitzen;
– Etwas kaufen, um seelischen Schmerz zu lindern; kaufen, ohne das Budget und die möglichen negativen Folgen für die Familie zu bedenken; etwas vor dem Ehepartner verheimlichen; Dinge kaufen, die du nicht brauchst – manche bewahren unbenutzte neue Dinge auf, weil sie nur um des Kaufens willen gekauft haben; unnötige Schulden machen, obwohl du weisst, dass du sie nicht bezahlen kannst, und trotzdem etwas kaufen oder tun, um einen kurzen Glücksmoment zu erleben;
– Gott nichts geben, anderen nichts schenken und nicht mit ihnen teilen, was du hast;
– Aus Angst vor Not bedrückt sein und kein Geld für benötigte Dinge ausgeben, obwohl du es dir leisten könntest;
Ja, der Feind ist listig und subtil. Darum denke nach. Damit du Gott einen bewussten, reinen Gottesdienst darbringen kannst, prüfe, ob du etwas anderes als den HERRN verehrst. Wofür verwendest du am meisten Zeit? Was bestimmt deine Entscheidungen? Reisse es von der Bühne deines Lebens herunter, was immer es sein mag. Schaffe Raum, damit der König einzieht und regiert: Jesus. Ihm allein gelte deine ewige und tiefste Anbetung.
Schenke Gott mehr Zeit. Suche seine Stimme stärker. Wünsche dir, seine Meinung öfter zu hören. Bete mehr. Sprich mehr mit dem, der dich mehr liebt als irgendjemand im ganzen Universum. Gib ihm den Wert, der ihm zukommt. Überlasse ihm die Bühne deines Lebens, setz dich hin und sieh zu, wie er Grosses in dir und durch dich tut. Wenn ihm die Bühne gehört, gehört ihm die Ehre. Du aber hast das Vorrecht, ein Leben unter der Führung des Geistes zu leben, in dem du deine Geschichte nicht selbst schreibst, sondern die Geschichte lebst, die er für dich geschrieben hat.
«Denn alle, die vom Geist Gottes geführt werden, sind Kinder Gottes.» – Römer 8,14




